Wissenswertes

Altmetall entsorgen: Wann gibt es Geld fürs Metall?

In diesem Leitfaden erfahren Sie alles über die Entsorgung von Altmetall

Altmetall-entsorgen

Inhaltsverzeichnis

Für Sie zusammengefasst

Altmetall (Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium, Messing u.a.) sollte nicht im Hausmüll landen. Privathaushalte aus Stuttgart, Esslingen u.a. können schroffe Metalle kostenlos an den kommunalen Wertstoffhöfen abgeben. Wer Gewinn will, bringt sortenreinen Schrott zu Schrotthändlern und verkauft vor allem Kupfer, Messing oder Edelstahl – hier liegen die Preise (Stand 2024/25) meist bei mehreren Euro je Kilogramm. Für hohe Preise lohnt es sich, Altmetall gut zu trennen und von Anhaftungen (Kunststoff, Farbe, Öl usw.) zu befreien. Beim Verkauf beachtet man: Kein Bargeld über 2.000 € (Banküberweisung ist Pflicht). Wer regelmäßig große Schrottmengen verkauft, sollte ein Gewerbe anmelden. Elektrogeräte (WEEE) gehören separat entsorgt – Händler und Kommunen nehmen sie kostenfrei zurück. Schrott entsorgen schützt das Klima, spart Energie und Rohstoffe.

Welche Metallarten gibt es - Wert und Entsorgung

Altmetall umfasst grob drei Gruppen: Eisen/Stahl, Nichteisenmetalle wie Kupfer, Aluminium, Messing, sowie Edelstahl und Speziallegierungen. Eisen und Stahl (z.B. alte Rohre, Werkzeug, Karosserieteile) bringen meist nur wenige Cent pro kg, während Kupfer oder Messing oft mehrere Euro pro kg erzielen. Aluminium (z.B. Felgen, Bleche) liegt im Mittel um 1–3 €/kg, Edelstahl je nach Legierung bei 1–5 €/kg. Besonders hoch sind die Preise für Kupfer (Stand Sept. 2025 etwa 7,5 €/kg), Messing (~5–6 €/kg) oder Nickel/Edelstahl-Legierungen (teils bis 9–10 €/kg). Hartmetalle und seltene Metalle (Tantal, Zinn, Wolfram) können noch wertvoller sein.

Für den Entsorgungsweg spielt die Metallart oft keine Rolle: Schrottplätze und Recyclinghöfe nehmen nahezu alle Metallsorten an. Am Wertstoffhof Stuttgart beispielsweise können Sie alle haushaltsüblichen Metallschrottabfälle – von Pfannen über Fahrradrahmen bis zu verrosteten Rohren – gebührenfrei abgeben. Kupfer- und Messingschrott hingegen können Sie zusätzlich an Schrotthändler verkaufen, um etwas Geld zu verdienen.

Entsorgungswege für Altmetall

  • Wertstoffhof (Recyclinghof): Die sicherste und einfachste Methode für Privatleute. Kommunale Wertstoffhöfe nehmen nahezu alle Haushalts-Metallabfälle kostenfrei an – von alten Fahrrädern über Abwasserrohre bis zu Elektrokabeln. In Stuttgart gibt es z.B. fünf Wertstoffhöfe (Hedelfingen, Münster, Weilimdorf, Plieningen, Vaihingen), wo man Altmetall ohne Gebühr abgeben darf. Auch im Landkreis Esslingen (St. Kardinal-Hengsbach-Straße in Ostfildern-Scharnhausen) sowie den Nachbarkommunen stehen Wertstoffhöfe bereit. Vorteile: keine Mindestmenge, kein Verkauf nötig, oft lange Öffnungszeiten. Nachweis der Herkunft (Personalausweis) wird meist verlangt.
  • Schrotthändler/Metallankauf: Wenn Sie Altmetall verkaufen möchten, können Sie zu privaten Schrottplätzen oder mobile Schrotthändler gehen. Dort wird Ihr Metall gewogen und nach aktuellem Schrottpreis bezahlt. Dies lohnt sich insbesondere bei sauberen Großmengen oder wertvollen Metallen (Kupfer, Messing, Edelstähle). Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr Schrott sortenrein ist und keine Fremdstoffe (Holz, Plastik) daran sind – das erhöht den Preis. Ein Preisvergleich mehrerer Händler ist empfehlenswert; unseriöse Anbieter mit extrem niedrigen Preisen oder fehlender Herkunftsdokumentation meiden.
  • Containerdienst und Abholung: Bei sehr großen Mengen (Bauschutt-Mix mit Metallschrott oder Lagerbereinigung) mietet man oft einen Container. Entsorgungsfirmen wie AWS Stuttgart oder private Containerdienste liefern Stahl- oder Schrottcontainer an die Baustelle. Bei Bedarf holen spezialisierte Firmen den Inhalt ab. Dies ist aber meist kostenpflichtig. In Stuttgart etwa können gewerbliche Abfallerzeuger große Metallmengen über die AWS (Abfallwirtschaft Region Stuttgart) entsorgen (oft gegen Gebühr). Für typische Privatmengen (etwa eine alte Heizung, Kühlschrank o. Ä.) genügt dagegen meist der Wertstoffhof.
  • Schadstoffmobil/Recyclingverbund: Elektrokabel und kleine Elektrowaren (bis 25 cm Kantenlänge) nimmt oft das Schadstoffmobil (Kommunaler Dienst) in Stuttgart und Esslingen mit. Auch Händler sind gesetzlich verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen (3 Geräte pro Person beim Kauf neuer Elektronik).
  • Kostenlose Abholung – Vorsicht Falle: Manchmal werben Schrotthändler mit kostenfreier Abholung zuhause. Prüfen Sie hier genau: Oft zahlen sie dafür keine echten Preise, sondern versuchen nur, Ihren Schrott kostenlos zu bekommen (illegale Abholung, wie ein Fall in Darmstadt zeigte).

Aktuelle Schrottpreise 2025/2026

Die Schrottpreise schwanken je nach Markt, Qualität und Menge. Als Übersicht (Stand Sept. 2025) liegen die Preise in Deutschland etwa bei:

  • Kupfer: ~7,5–8 €/kg (Reinfeder- oder Berry-Kupfer).
  • Messing/Rotguss: ~4–6 €/kg (bis zu 6,50 €/kg bei Messinglegierungen).
  • Aluminium: ~1,8–2,5 €/kg (je nach Qualität, Rohaluminium teurer).
  • Edelstahl (V2A/V4A): ~1–2 €/kg (Nickel-Edelstahl kann bis 9,50 €/kg erreichen).
  • Eisen/Stahl: nur wenige Cent bis 0,30 €/kg (Schwer- und Heißschrott).
  • Hartmetall/Zinn: Besonders teuer – bis 15–23 €/kg für Lötzinn oder Hartmetallreste.

Beachten Sie, dass Händler oft “bis zu”-Preise angeben – je nach Menge und Reinheit. Bei kleinen Mengen (ein paar Kilo) ist der Erlös oft niedriger. Ein nützlicher Tipp: Große Mengen (ab mehreren hundert kg) erzielen in der Regel bessere Preise, da weniger Verwaltung nötig ist.

Vorbereitung steigert den Erlös

Der Zustand des Altmetalls beeinflusst den Preis enorm. Tipps zur Vorbereitung:
Trennen nach Material: Sortieren Sie Kupfer, Aluminium, Edelstahl, Eisen usw. unbedingt getrennt. Vermischter Schrott wird oft zum niedrigsten Stückpreis abgerechnet.
Reinigen: Entfernen Sie Anhaftungen wie Gummi, Holz, Isolierung oder Plastik. Ein reines Metallstück (z.B. kabelnackt gewickelter Kupferdraht, lackfreier Aluminiumblock) bringt mehr.
Zerlegen und Zerkleinern: Große Objekte (Elektrogeräte, Rohre) kann man zerlegen, um handliche Teile zu bringen. Auch die Vakuum-Entleerung von Geräten (z.B. Öle aus Motoren, Kühlflüssigkeit) kann erforderlich sein. Stuttgart verlangt z.B. beim Wertstoffhof, dass Geräte vor Anlieferung von Altölen, Treibstoffen, Batterien und Leuchtmitteln befreit sind.
Sammeln: Halten Sie regelmäßig Ihre Altmetallsammlung aufrecht – etwa alte Elektrokabel, Heizungskörper, Haushaltsgeräte. So sammeln sich größere Mengen an und Händler zahlen möglicherweise einen Sammelrabatt.

In der Summe führt sortenreiner, sauberer Schrott zu deutlich besseren Preisen.

Große Mengen entsorgen

Bei sehr großen Schrottmengen (>1 Tonne) für Handwerker oder Firmen sind oft Containerdienste sinnvoll. Zum Beispiel bietet die Abfallwirtschaft Region Stuttgart (AWS) Container für gewerbliche Metallentsorgung an – allerdings gegen Gebühr. Für Privatleute gilt: Bevor Sie gewerblich einen Container mieten, überlegen Sie, ob mehrere Fuhren zum Wertstoffhof (gebührenfrei bis haushaltsüblich) ausreichen.

Viele Schrotthändler liefern bereits ab einer gewissen Menge Abholung an. Fragen Sie in Ihrer Region nach „Schrottabholung“ – oft holen sie ganze Lastwagenladungen ab. Beachten Sie aber, dass dies in der Regel (vor allem im gewerblichen Bereich) kostenpflichtig ist, es sei denn, Sie verkaufen dem Händler das Material.

Tipp: In Stuttgart/Eßlingen kann auch zweimal im Jahr Sperrmüll (inkl. Haushaltsschrott wie alte Fahrräder o. Ä.) abgegeben werden (bis 3 m³ gratis, über Menge gegen Gebühr).

Elektroschrott und WEEE

Elektrogeräte (mit Stecker oder Batterie) gelten nach dem ElektroG nicht als Altmetall, sondern als Elektroschrott und müssen getrennt entsorgt werden. Zwar enthalten sie Metall, aber die Entsorgung folgt speziellen Vorschriften:

  • Geräte bis 25 cm Kantenlänge (z.B. Handys, Rasierer) können kostenfrei zu Sammelstellen gebracht werden (Wertstoffhof, Elektrofachhandel).
  • Größere Geräte (Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen) nehmen Händler (Pfandpflicht/ Rücknahmepflicht) oder kommunale Sammeldienste zurück – in Stuttgart zwei Kühlgeräte pro Haushalt kostenlos über den Sperrmüll.

Wichtig: Elektroschrott darf nicht in den Hausmüll! Jeder Händler ist seit 2016 verpflichtet, alte Geräte zurückzunehmen, und Kommunen bieten Rücknahmemöglichkeiten. Im Haushalt machen Elektrogeräte einen großen Teil des „wertvollen Mülls“ aus – sie enthalten neben Metallen auch Kunststoffe und gefährliche Stoffe (Kühlmittel, Lösemittel). Daher niemals einfach in den Eimer damit!

Umweltaspekte: Recycling schützt Klima und Rohstoffe

Metallrecycling spart enorm Ressourcen und CO₂. Beispiel Stahl: Die Nutzung von Stahlschrott anstelle von Eisenerz reduziert die CO₂-Emissionen um etwa 58 %, wobei für die Schrottverwertung nur noch ~28 % der Energie benötigt werden (gegenüber Neugewinnung). Pro Tonne recyceltem Stahl spart man ca. 1,67 Tonnen CO₂. Ähnlich beeindruckend ist es beim Aluminium: Die Wiederverwertung benötigt nur rund 5 % der Energie gegenüber Primäraluminium (die CO₂-Zahlen sind noch drastischer) – deshalb wird Altaluminium quasi endlos recycelt.

Deutschland hat mit strengen Gesetzen die Kreislaufwirtschaft etabliert. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) fordert, dass Metallschrott erfasst und recycelt wird. Jeder Kuchen aus Altmetall verringert den Bedarf an neuem Abbau: So spart z.B. jede recycelte Tonne Kupferserz den Abbau von ~4 Tonnen Erz. Das UBA betont: „Die Ressourcen sind endlich, Abbau und Gewinnung oft problematisch. Dem Recycling kommt deshalb besondere Bedeutung zu“.

Kurzum: Altmetall-Recycling schont Natur und Klima. Es reduziert Umweltbelastungen aus Bergbau und verhindert zusätzliche Kohlenstoffdioxidemissionen. Wer Schrott richtig entsorgt, leistet also einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Häufige Fehler & Verbote

  • Nicht zum Hausmüll: Metall gehört niemals in die graue Restmülltonne. Altes Bügeleisen, Eimer oder Leitungsrohre sind KEIN Hausmüll. Bei illegaler Ablagerung drohen Bußgelder (siehe Tabelle).
  • Nicht in Bauschutt mischen: Stahlprofile oder Rohre bitte getrennt entsorgen. Bauabfall (Beton, Putz) und Metallschrott sind verschiedene Fraktionen.
  • Keine gefährlichen Stoffe: Säuren, Batterien, Öle oder PCB-haltige Teile gehören in die entsprechenden Sammel- oder Schadstoffstellen – nicht zusammen mit Schrott. Viele Altmetalle selbst können Spuren von Giftstoffen (z.B. alte Farbbeschichtungen) tragen.
  • “Schrottverbot” verwechselt: Manche glauben, «Schrott» dürfe nicht kostenlos abgegeben werden – das stimmt nicht. Altmetall darf gebührenfrei in haushaltsüblichen Mengen abgegeben werden. Es darf nur nicht unkontrolliert verstreut werden.
  • Nicht von Unbekannten abholen lassen: Stellen Sie keinen Schrott einfach draußen hin oder geben ihn einem anonymen Sammler. Organisatorische Strafen drohen (siehe Darmstadt-Fall). Nutzen Sie offizielle Kanäle (Wertstoffhof, selbst zum Händler fahren).

Beachten Sie außerdem die Feinheiten im Gesetz: Viele private Sperrmüllsammlungen nehmen Kühlschränke nur gegen Termin an (wegen Kühlmittel). Elektrogeräte müssen vor dem Recycling freigemacht (Altöl, Batterien entfernt) werden. All diese Regeln dienen dem Umweltschutz und Ihrer Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

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Altmetall umfasst alle Abfälle aus Eisen und Metallen. Beispiele im Haushalt: alte Kochtöpfe, Fahrradrahmen, Heizkörper, Elektrokabel (ohne Kunststoffummantelung), Nägel, Werkzeug, Fahrräder, Zargen, Rohre. Auch Weißblech- oder Aluminiumverpackungen (Dose, Auflaufform) zählen dazu. Nicht zu Altmetall gehören Geräte mit Elektroteilen (siehe Elektroschrott) oder schadstoffhaltige Teile.

 

Bringen Sie es zum nächsten Wertstoffhof (z.B. Hedelfingen oder Münster). Dort nimmt man Altmetall kostenlos in haushaltsüblichen Mengen an[1]. Alternativ können Sie zu einem Schrotthändler fahren, der Ihnen das Material abkauft. Achten Sie auf günstige Preise und Barzahlungsverbot (nur bis 2.000 € erlaubt).

 

Wertvoll ist vor allem Kupfer (dünne Kupferdrähte, dicke Rohrleitungen). Ebenfalls gut bezahlt: Messing (Ventile, Armaturen), Aluminium (Felgen, Bleche) und Edelstähle (Rohre, Spülen). Alte Elektrokabel (Kupfer), eBike-Akkus (Batteriemetalle) oder plattenvergoldete Leiterbahnen enthalten Gold/Silber, sind für Privatleute aber kaum isolierbar.

 

Wenn Sie regelmäßig und auf Gewinn ausgerichtet Schrott sammeln/verkaufen, gilt das als Gewerbe. Einmalige Entrümpelungen bleiben privat. Wiederkehrende Verkäufe oder > 600 €/Jahr (Einkünfte über Grundfreibetrag) müssen Sie dem Finanzamt melden.

 

Metallrecycling spart massive Mengen an Rohstoffen und Energie. Jede wiederverwertete Tonne Stahl z.B. erspart rund 1,67 t CO₂ und benötigt 72 % weniger Energie als Neuproduktion. Kupfer, Aluminium und seltene Metalle sind begrenzt und teuer im Abbau. Durch Recycling schützen wir Umwelt und sichern Ressourcen für die Zukunft.

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