Wissenswertes
Entsorgung von Medikamenten: So entsorgen Sie alte Arzneimittel sicher und umweltgerecht
In diesem Leitfaden erfahren Sie alles über die Entsorgung von Medikamenten
- Marina
Inhaltsverzeichnis
Jeder kennt es: Im Medizinschrank sammeln sich mit der Zeit abgelaufene Tabletten, Tropfen und Salben an. Doch wohin mit diesen alten Medikamenten? Die richtige Entsorgung von Medikamenten ist nicht nur eine Frage der Ordnung, sondern vor allem des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Falsche Entsorgung zum Beispiel über die Toilette, kann dazu führen, dass Arzneistoffe ins Wasser gelangen und der Natur schaden. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie Medikamente entsorgen können, korrekt, sicher und umweltgerecht. Dabei beleuchten wir auch regionale Hinweise für Stuttgart und Umgebung und geben Tipps, was bei großen Mengen (etwa bei einer Apothekenauflösung) zu beachten ist.
Abgelaufene Medikamente sollten keinesfalls achtlos weggeworfen werden: Eine sachgemäße Entsorgung schützt Umwelt und Mensch.
Warum ist die richtige Entsorgung von Medikamenten wichtig?
Arzneimittel enthalten Wirkstoffe, die zwar unseren Krankheiten helfen, aber für die Umwelt problematisch sein können. Gelangen sie ins Abwasser, können sie Flüsse, Seen und sogar das Grundwasser belasten. Kläranlagen sind nämlich nicht in der Lage, alle Medikamentenrückstände vollständig herauszufiltern. Studien haben gezeigt, dass selbst geringe Spuren bestimmter Medikamente Auswirkungen auf Tiere haben können. So stören etwa Hormonpräparate in winzigen Konzentrationen die Fortpflanzung von Fischen. Schmerzmittelrückstände wurden mit Nierenschäden bei Forellen in Verbindung gebracht. Für den Menschen sind die nachweisbaren Konzentrationen zwar sehr gering, doch jeder unnötige Eintrag von Pharmawirkstoffen in die Umwelt sollte vermieden werden.
Ein weiterer Grund: Sicherheit im Haushalt. Alte Medikamente, die unbedacht liegen bleiben, könnten in falsche Hände geraten, etwa Kinder, die bunte Pillen mit Süßigkeiten verwechseln. Auch Haustiere könnten an ungesichert entsorgte Tabletten gelangen. Die fachgerechte Entsorgung schützt also nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Familie.
Wichtig: Wer alte Arzneimittel entsorgen will, sollte diese niemals in die Toilette oder den Ausguss kippen! Bis zu 45 % der Bevölkerung entsorgt abgelaufene Medikamente immer noch zumindest gelegentlich über die Toilette oder Spüle, ein Verhalten, das wir unbedingt ändern müssen. Arzneimittel gehören nicht ins Abwasser. Durch die richtige Entsorgung können wir alle dazu beitragen, die Rückstände von Medikamenten in unseren Gewässern zu verringern.
Wie entsorgt man alte Medikamente richtig?
In Deutschland gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung, wie Medikamente zu entsorgen sind – die Vorgaben werden kommunal festgelegt. Zum Glück ist die Entsorgung von Medikamenten in den meisten Fällen sehr einfach: In den meisten Städten und Gemeinden dürfen Altmedikamente über den normalen Hausmüll (Restmüll) entsorgt werden. Das bedeutet, Sie können abgelaufene Tabletten, Tropfen & Co. in die Restmülltonne werfen, wo sie mit dem restlichen Hausmüll verbrannt werden. Die Verbrennung in Müllheizkraftwerken zerstört die enthaltenen Wirkstoffe zuverlässig. Dadurch ist die Hausmüll-Entsorgung in diesen Gebieten sowohl praktisch als auch umweltgerecht.
Allerdings gibt es Ausnahmen: Einige Kommunen behandeln ihren Restmüll nicht durch Verbrennung, sondern mechanisch-biologisch. In solchen Fällen dürfen Medikamente nicht in die normale Mülltonne, sondern müssen als Schadstoff separat abgegeben werden. Ein bekanntes Beispiel ist Berlin, wo Altmedikamente über spezielle Schadstoffmobile oder Recyclinghöfe entsorgt werden müssen. Auch in Teilen Baden-Württembergs – etwa den Landkreisen Emmendingen und Ortenau – wird Restmüll nicht verbrannt. Dort sind alte Arzneimittel daher bei den kommunalen Schadstoffsammelstellen (z.B. Schadstoffmobil oder Wertstoffhof) abzugeben.
Wie finden Sie heraus, was an Ihrem Wohnort gilt? Eine erste Anlaufstelle ist die Apotheke vor Ort – fragen Sie nach, ob und wie Sie dort Medikamente abgeben können. Manche Apotheken bieten freiwillig eine Rücknahme von Altmedikamenten an, obwohl sie rechtlich nicht dazu verpflichtet sind. Außerdem gibt es Online-Portale wie arzneimittelentsorgung.de, wo Sie über die Eingabe Ihrer Postleitzahl schnell erfahren, welche Entsorgungsmöglichkeiten für Medikamente in Ihrer Region bestehen.
Zusammengefasst gilt: Wenn keine besonderen örtlichen Regelungen bestehen, entsorgen Sie Ihre Medikamente am besten über den Restmüll. Im Zweifelsfall informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde oder Abfallwirtschaft, um sicherzugehen, dass Sie den richtigen Weg wählen.
Praktische Tipps für die Entsorgung im Haushalt
Die Entsorgung alter Medikamente über den Hausmüll ist unkompliziert, wenn Sie ein paar einfache Tipps beachten:
Tabletten, Kapseln, Dragees: Lassen Sie Tabletten oder Kapseln in ihrer Originalverpackung (z.B. Blister aus Kunststoff/Aluminium) und werfen Sie diese komplett in den Restmüll. Es ist nicht nötig, die Pillen aus den Blistern herauszudrücken.
Flüssige Medikamente: Verschließen Sie Fläschchen oder Ampullen mit flüssigen Resten (Säfte, Tropfen etc.) gut und geben Sie sie ebenfalls in die Restmülltonne. Falls der Behälter undicht ist, stellen Sie ihn zur Sicherheit in einen geschlossenen Plastikbeutel, bevor Sie ihn wegwerfen.
Salben, Cremes und Tropfen: Tuben, Salbentiegel, Augentropfen-Fläschchen und ähnliche Behältnisse können mitsamt Inhalt in den Restmüll wandern. Auch hier gilt: bitte gut verschließen, damit nichts ausläuft.
Verpackungen trennen: Kartons, Beipackzettel und Packungen aus Papier oder Pappe können Sie vorab entfernen und ins Altpapier geben, sofern sie kein Medikament mehr enthalten. Leere Glasbehälter oder fläschchen sowie leere Kunststoffdosen dürfen, wenn sie wirklich vollständig entleert und sauber sind – in den Glascontainer bzw. den Gelben Sack/Wertstoffmüll. Achtung: Behälter, in denen sich noch Arzneireste befinden, gehören immer in den Restmüll, nicht ins Recycling.
Sicherheit im Müll: Stellen Sie sicher, dass niemand Unbefugtes Zugriff auf die entsorgten Arzneimittel bekommt. Bewahren Sie den Müllsack mit den Medikamentenresten außer Reichweite von Kindern auf, bis er abgeholt wird. Am Abfuhrtag können Sie den Beutel direkt in die Tonne werfen. Ein gut verknoteter Beutel oder ein Einwickeln der Medikamente in ungenießbares Material (z.B. Zeitungspapier, gebrauchte Kaffeefilter) kann zusätzlich verhindern, dass Dritte neugierig werden.
Mit diesen Maßnahmen sorgen Sie dafür, dass alte Medikamente sicher im Müll landen und bis zur endgültigen Entsorgung keine Gefahr darstellen.
Entsorgung von Medikamenten in Stuttgart und Umgebung
Für alle Leser in Stuttgart und der umliegenden Region lässt sich Entwarnung geben: In Stuttgart selbst empfiehlt die Stadtverwaltung, alte Medikamente einfach in der Restabfalltonne zu entsorgen. Die Landeshauptstadt Stuttgart verbrennt ihren Restmüll, sodass die Arzneimittelreste in der Müllverbrennung unschädlich gemacht werden. Auch in den meisten Nachbarlandkreisen rund um Stuttgart gilt die Restmüll-Lösung. Sie können Ihre abgelaufenen Arzneimittel also in aller Regel im Hausmüll entsorgen, ohne gegen lokale Vorschriften zu verstoßen.
Dennoch lohnt sich ein kurzer Blick auf die Website Ihrer Gemeinde oder ein Anruf bei der lokalen Abfallberatung, insbesondere wenn Sie außerhalb der direkten Umgebung wohnen. Wie erwähnt, existieren vereinzelt regionale Unterschiede. So praktiziert z.B. der Rems-Murr-Kreis (nördlich von Stuttgart) die Annahme von Altmedikamenten an Wertstoffhöfen als zusätzlichen Service – auch wenn dort ebenfalls der Restmüll als sicher gilt. Informieren Sie sich im Zweifel über die Entsorgungsmöglichkeiten vor Ort, um ganz sicherzugehen.
Wer in anderen Teilen Deutschlands unterwegs ist, sollte ebenfalls die örtlichen Regelungen beachten. In den meisten Fällen wird man auch außerhalb Stuttgarts mit dem Hausmüll auf der sicheren Seite sein. Doch in weiter entfernten Städten, wie erwähnt z.B. in Berlin, gelten Sonderregeln – dort sind Schadstoffmobile und Recyclinghöfe die Anlaufstellen für Medikamentenentsorgung. Planen Sie also einen Umzug oder längerfristigen Aufenthalt in einer anderen Stadt, ist es sinnvoll, sich kurz über die dortigen Vorgaben zu informieren.
Entrümpelung einer Apotheke: Entsorgung großer Mengen von Altmedikamenten
Bislang haben wir vor allem die Entsorgung haushaltsüblicher Mengen an Arzneimitteln betrachtet. Aber was ist, wenn es einmal richtig viel wird? Etwa bei einer Apothekenauflösung, der Räumung eines Labors oder wenn in einem Pflegeheim oder Krankenhaus größere Bestände abgelaufener Medikamente anfallen? In solchen Fällen stößt man schnell an Grenzen, denn große Mengen von Altmedikamenten erfordern besondere Sorgfalt und oft auch spezielle Entsorgungswege.
Zunächst ist wichtig zu wissen: Einige besonders wirkstoffhaltige oder gefährliche Arzneimittel dürfen auf keinen Fall über den normalen Hausmüll entsorgt werden. Dazu zählen beispielsweise hochdosierte Hormonpräparate sowie zytotoxische oder zytostatische Medikamente (etwa bestimmte Krebsmedikamente). Auf den Verpackungen solcher Mittel findet sich meist ein Hinweis wie „Nicht über den Hausmüll entsorgen“ oder es steht ausdrücklich „Zytostatikum“ darauf. Solche Medikamente gelten als gefährlicher Sonderabfall und müssen zwingend über eine Schadstoffsammelstelle oder einen dafür lizenzierten Entsorgungsfachbetrieb entsorgt werden. Wenn Sie also im Rahmen einer Entrümpelung einer Apotheke oder einer Praxis auf größere Mengen solcher Spezial-Arzneien stoßen, ist Vorsicht geboten.
In der Praxis ziehen Apotheken bei der Entsorgung von Medikamenten meist professionelle Entsorger hinzu. Wenn eine Apotheke geschlossen wird oder ihr Lager bereinigt werden muss, übernimmt ein Fachunternehmen den Abtransport und die Vernichtung der Altbestände. Hier kommen Entrümpelungsfirmen ins Spiel, die Erfahrung mit der Räumung von Apotheken und dem Umgang mit Arzneimittelabfällen haben. Als Entrümpelungsdienst in Stuttgart bieten wir von Süd-Entrümpelung zum Beispiel die fachgerechte Entsorgung von Altmedikamenten im Rahmen von Haushaltsauflösungen oder Geschäftsauflösungen an. Wir wissen, wie verschiedene Medikamentenarten zu handhaben sind, und arbeiten bei Bedarf mit zertifizierten Entsorgungsbetrieben zusammen, damit auch große Mengen sicher und gesetzeskonform beseitigt werden. Somit sparen Sie als Kunde Zeit und Aufwand und können sicher sein, dass die Entsorgung ordnungsgemäß erfolgt.
Unser Tipp: Zögern Sie nicht, bei größeren Mengen von Medikamenten oder unsicherer Sachlage fachlichen Rat einzuholen. Ob Ihre Hausapotheke aus allen Nähten platzt oder Sie eine ganze Apotheke räumen müssen – die richtige Entsorgung hat immer Priorität. Im Zweifel beraten Apotheker, Ärzte oder Entsorgungsbetriebe über das korrekte Vorgehen.
Umweltgerecht entsorgen – für eine gesunde Zukunft
Alte Medikamente zu entsorgen, ist einfacher, als viele denken. In den meisten Fällen reicht der Griff zur Restmülltonne – und schon haben Sie einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz geleistet. Nutzen Sie die oben genannten Tipps, um Altmedikamente sicher loszuwerden, und klären Sie auch Freunde und Familie darüber auf.
Wenn Sie selbst keine Möglichkeit haben, Medikamente ordnungsgemäß zu entsorgen, oder wenn Sie vor einer herausfordernden Räumung stehen, helfen wir Ihnen gerne weiter. Süd-Entrümpelung ist Ihr regionaler Partner in Stuttgart und Umgebung für Entrümpelungen aller Art, inklusive der fachgerechten Entsorgung von Medikamenten und Gefahrstoffen. Kontaktieren Sie uns für eine Beratung, damit wir gemeinsam die beste Lösung für Ihr Entsorgungsproblem finden. So gehen Sie auf Nummer sicher und können sich darauf verlassen, dass alles in geordneten Bahnen verläuft.
Häufig gestellte Fragen
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Alte oder abgelaufene Medikamente sollten nicht in die Toilette oder den Ausguss geworfen werden, da die Wirkstoffe über das Abwasser in die Umwelt gelangen können. In den meisten Regionen – auch in Stuttgart und Umgebung – dürfen Arzneimittel einfach in die Restmülltonne gegeben werden. Dort werden sie verbrannt und umweltgerecht vernichtet.
Ja, in vielen Kommunen ist die Entsorgung von Medikamenten über den Restmüll erlaubt. Voraussetzung: Der Restmüll wird in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt, wie es z. B. in Stuttgart der Fall ist. Prüfen Sie im Zweifel die Vorgaben Ihrer örtlichen Abfallwirtschaft.
Das ist ein No-Go! Viele Wirkstoffe gelangen durch die Toilette oder Spüle in Flüsse und Seen, weil sie in Kläranlagen nicht vollständig herausgefiltert werden können. Das gefährdet Fische, Mikroorganismen und langfristig sogar das Trinkwasser.
Einige Apotheken nehmen Altmedikamente freiwillig zurück, gesetzlich verpflichtet sind sie aber nicht. Fragen Sie am besten in Ihrer Apotheke vor Ort nach. Alternativ bieten Wertstoffhöfe oder Schadstoffmobile in manchen Regionen eine Entsorgungsmöglichkeit.
Verschließen Sie Fläschchen und Tuben gut und geben Sie sie – möglichst in einem Beutel – in den Restmüll. Wenn sie noch Rückstände enthalten, dürfen sie nicht ins Altglas oder in den Gelben Sack. Leere Verpackungen können Sie getrennt recyceln.
Beipackzettel & Kartonverpackungen: ins Altpapier
Leere Blister (ohne Medikamente): in den Gelben Sack
Noch befüllte Blister: bitte immer über den Restmüll entsorgen
Medikamente mit Hinweisen wie „Zytostatikum“ oder „Nicht über den Hausmüll entsorgen“ zählen zu gefährlichem Abfall. Diese müssen über eine Schadstoffsammelstelle oder durch einen zertifizierten Entsorger entsorgt werden – insbesondere bei Apotheken, Praxen oder Pflegeheimen.
In solchen Fällen empfehlen wir dringend, einen professionellen Entsorgungsdienstleister hinzuzuziehen. Süd-Entrümpelung aus Stuttgart bietet z. B. die fachgerechte Entsorgung großer Mengen an Arzneimitteln im Rahmen von Apotheken- oder Praxisräumungen an.
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